Auf IDV steht uns mittlerweile eine beachtliche Auswahl an Fahrzeugen für Zivilisten und Fraktionen zur Verfügung – allein der Fuhrpark der Polizei umfasst nahezu 20 verschiedene Modelle, und auch für Zivilisten existieren rund 50 bis 60 verschiedene Fahrzeuge. Das ist grundsätzlich sehr positiv. Natürlich könnte man sagen, dass noch mehr Fahrzeuge wünschenswert wären – und ja, auch ich hätte nichts gegen ein paar neue Modelle, insbesondere Fahrzeuge, die bereits auf IDV 1.0 verfügbar waren.
Allerdings bin ich der Meinung, dass man zunächst das Handling und Balancing der bereits vorhandenen Fahrzeuge überarbeiten sollte – besonders im Hinblick auf das RP, etwa bei Verfolgungsjagden. Genau hier sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf – zugunsten beider Seiten.
Klar: Für Kriminelle ist es vermutlich sehr reizvoll, mit einer Kawasaki Ninja ZX10R einen Laden auszurauben und in wenigen Sekunden zu entkommen, weil die Polizeifahrzeuge bei Beschleunigung und Kurvenlage keine Chance haben. Für uns Polizisten hingegen ist das eher frustrierend. Wenn so etwas gelegentlich passiert, ist das in Ordnung – man ärgert sich zwar kurz, freut sich aber auf die nächste Gelegenheit, es besser zu machen. Leider ist das auf IDV keine Ausnahme, sondern fast schon die Regel: Es werden immer wieder dieselben Fahrzeuge verwendet, von denen man längst weiß, dass sie auf gerader Strecke unschlagbar sind.
Deshalb möchte ich einige Vorschläge unterbreiten, die diese Problematik verbessern könnten.
Wir spielen auf einem Hardcore-RP-Server und möchten möglichst realitätsnah agieren. Aber: RP bedeutet nicht, immer gewinnen zu wollen, möglichst schnell reich zu werden oder stets die Oberhand zu behalten. RP bedeutet gemeinsames Spiel – für den Spaß an der Sache. Deshalb sollte man sich gelegentlich die Frage stellen: "Macht das, was ich hier tue, meinem Gegenüber eigentlich auch Spaß?" Natürlich wird nicht jede RP-Situation für beide Seiten gleichermaßen angenehm sein – aber man kann das Gesamtbild verbessern. Und irgendwo muss man damit anfangen.
Ein zentrales Problem bei Verfolgungen ist, dass viele Fahrzeuge – vor allem Motorräder, die oft recht günstig sind – übermäßig hohe Beschleunigungswerte, Kurvenstabilität und Endgeschwindigkeiten aufweisen, sodass sie der Polizei problemlos entkommen. Natürlich ist es realistisch, dass ein Streifenwagen nicht mit einem Supersportmotorrad mithalten kann – aber es sollte grundsätzlich möglich sein, als Polizei in solchen Situationen zumindest eine Chance zu haben.
Ein Lösungsansatz wäre die Einführung eines Fahrzeugklassensystems mit festgelegten Maximalgeschwindigkeiten – unabhängig davon, ob es sich um zivile oder behördliche Fahrzeuge handelt.
Beispielhafte Fahrzeugklassen:
- Highspeed: z. B. Lamborghini Huracán, Porsche GT3 RS
- Straße: z. B. Ford Mustang, Mercedes E55
- Offroad: z. B. Ford Explorer, Audi RS Q5
- Transporter: z. B. Sprinter, Vito, VW T6
- LKW: z. B. Busse, Mercedes Actros, Fahrzeuge über 7,5t
- Sportmotorräder: z. B. BMW S1000RR, Kawasaki ZX10R
- Motorräder (Straße): z. B. BMW Touring, Harley Davidson
- Offroad-Motorräder: z. B. KTM, Husqvarna
Vorgeschlagene Maximalgeschwindigkeiten (für getunte Fahrzeuge):
- Highspeed: 320 km/h
- Straße: 290 km/h
- Offroad: 250 km/h
- Transporter: 220 km/h
- LKW: 150 km/h
- Sportmotorräder: 320 km/h
- Motorräder: 290 km/h
- Offroad-Motorräder: 250 km/h
(Diese Werte sind zunächst beispielhaft und sollten natürlich getestet und angepasst werden.)
Polizeivorteil:
Polizeifahrzeuge könnten innerhalb ihrer Klasse jeweils 10 km/h mehr Top-Speed erhalten als zivile Fahrzeuge. Das würde verhindern, dass Verfolgungen auf der Autobahn bereits durch die Höchstgeschwindigkeit entschieden sind. Wichtig: Diese Geschwindigkeiten gelten nur für vollständig getunte Fahrzeuge. Beispiel: Ein Ford Mustang fährt ohne Tuning 230 km/h – mit Tuning erreicht er 260 km/h. Polizeifahrzeuge müssten entsprechend abgestimmt werden – entweder ebenfalls durch Tuning oder durch ein angepasstes Standard-Handling.
Variabilität im Handling:
Fahrzeuge sollen sich weiterhin unterschiedlich fahren. Manche bieten starke Beschleunigung, andere gute Kurvenlage – dies erhöht die taktische Tiefe bei der Fahrzeugwahl.
Regelung für Verfolgungen nach Fahrzeugklassen:
- Ein Fluchtfahrzeug darf nur von Fahrzeugen gleicher oder niedrigerer Klasse verfolgt werden.
- Beginnt eine Verfolgung mit einem Highspeed-Polizeifahrzeug, darf dieses zwar vorerst bleiben – muss aber weichen, sobald ein klassengerechtes Fahrzeug verfügbar ist.
Das verhindert, dass die Polizei grundsätzlich mit dem „besten Auto“ fährt, und erhöht den taktischen Anspruch für beide Seiten.