Guten Tag Miteinander,
ich möchte gerne einen Vorschlag in den Raum werfen und damit zur offenen Diskussion anregen. Dabei habe ich vorab mich schon mit einigen darüber unterhalten und bin stets auf Zustimmung gestoßen.
Es geht um die Umverteilung der Organisationen, Zuständigkeiten und dem dazugehörigen Personal der Uniklinik, der Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes.
Zum Grundkonzept:
- Der RD wird als solches aufgelöst
- Alle NFS, RS wechseln zur Berufsfeuerwehr
- Alle NAs wechseln zur Uniklinik
- Es gibt nur die Berufsfeuerwehr und das Uniklinikum
Gedankliche Aufgabenverteilung:
Uniklinik
- Hat nur Pfleger, Ärzte, Notärzte angestellt
- Sichert den Betrieb vom UKF (Uniklinik Frankfurt am Main) und vom BKM (Bundeskrankenhaus Marburg)
- Stellt die Notärzte für die präklinische Notfallversorgung (NEFs, NAWs, NA für CHX)
- Stellt das notärztliche Führungspersonal (LNA)
- Berufsfeuerwehr
- Hat nur Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, Feuerwehrmänner
- Stellt die Feuerwehr
- Stellt die Rettungsdienstliche Transportkomponente (RTWs, NKTWs, Piloten + HEMS für CHX)
- Stellt die Rettungsdienstliche Führungskomponente (OrgL)
- (Bei Bedarf und Verfügbarkeit auch Fahrer für das NEF)
- Hat nur Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, Feuerwehrmänner
Aktuelle Problematiken:
- Das Einsatzaufkommen ist nie gleich. Auch die geforderte Menge an Personal für die einzelnen Organisation ist jeden Tag unterschiedlich. (Personal immer gleich pro Orga, unabhängig von Aktuellen Bedarf)
- Eigentlich sind immer eine oder zwei der Orgas schlecht besetzt und die andere/-n entsprechend umso besser. Bspw: BF hat erweiterten Löschzug im Dienst, RD nur 2RTW im Dienst und UKF auch unbesetzt
- Oft können die BF-Sonderfunktionen, wie G-RTW, Boot, GW-L, DLK, AB-Atem/ AB-MANV nicht oder nur mit wenig Personal besetzt werden, da die Kräfte bereits im Einsatz oder nicht ausreichend im Dienst ist
- UKF ist häufig unbesetzt und RD dafür gut bestückt. Es ist öfters so, dass das UKF unbesetzt / nur alleine ist, während der RD teilweise 5-6 Autos im Dienst hat
- RD hat einen NA-Überschuss. Aktuell ist es eigentlich immer so, dass wir sehr viele Notärzte im Dienst haben, die oft nur auf der Wache sitzen/ dann NAW´s besetzten müssen, obwohl auch RTWs mit NFs reichen würden (NAs könnten in Klinik deutlich besser unterstützen, als NFS)
- Die BF-Ausbildungen für medizinische Qualifikation kommt oft „zu kurz“ und weißt verschiedenste Problematiken auf, auch dadurch, dass sie extern erledigt werden muss
- UKF hat aktuell einen starken Personalmangel (Dazu brauch ich eigentlich nicht viel sagen…) -> BKM wird auch eig. nie besetzt
Resultierende Vorteile:
- RD + FW sind somit jeden Abend gut aufgeteilt besetzt (Bspw sind 10 Mitarbeiter im Dienst und können dann auf ELW + HLF + DLF + 3RTWs verteilt werden - also gleichmäßig - )
- Bei starker Verlagerung des Einsatzaufkommens (viele Feuer oder viele RD-Einsätze), kann das Personal schnell entsprechend verteilt werden
- Der RD hat eine Orga hinter sich stehen und ist nicht nur „der Rettungsdienst Frankfurt“
- In RL wird in Frankfurt der RD auch mit vielen Fahrzeugen von der Feuerwehr gestellt (somit wäre das deutlich realistischer)
- FW-Sonderfunktionen können wahrscheinlicher und vermehrt gestellt werden, da auf ein größeren Personal-Pool zugegriffen werden kann
- Bei MANV-Lagen können schneller und vermehrt zusätzliche Kräfte gestellt werden
- NAs können die Zeit ohne Einsatz effektiv nutzen (Patienten im UKF behandeln)
- Problemlosere rettungsdienstliche Ausbildungen für Feuerwehrmänner
- Durch den Zusammenschluss mit allen Notärzten hätte das UKF deutlich mehr Personal und wäre mehr, sowie insgesamt besser besetzt
- Das BKM kann mehr besetzt werden (bzw. überhaupt mal). Daraus resultiert auch, dass es verschiedene Fachrichtungen gibt und damit auch Verlegungen (für ITW, ITH, KTW), sowie die Klinikzuweisung mal mehr Sinn machen
- In RL werden sehr viele NEFs/LNAs auch durch Notärzte aus der Klinik gestellt, welche primär in der Klinik arbeiten und im E-Fall aufs NEF springen und zum Einsatz fahren (somit auch hier realistischer)
Weitere Ideen:
- Die Piloten für den CHX könnten auch von der Pol/ BW kommen, und dann die NAs aus der Klinik und die TC-Hems vom RD (kommt auch in RL öfters vor) - gemeinsamer Standort wäre dann UKF
- Bei der BF wird dann jeder standardmäßig zum Rettungssanitäter + B2 ausgebildet und kann, wenn er beides hat, entweder NotSan oder Gruppenführer als nächstes machen (somit kann jeder Berufsfeuerwehr-Mitarbeiter als RTW-Fahrer, NKTW-Fahrzeugführer und als Truppführer, sowie Maschinist eingesetzt werden)
- Eine zweite BF-Wache (wäre dann im Funk Wache 2). Also eine kleine Aussenwache am östlichen Stadtrand. Bspw. hat diese einem Löschzug (2/11/1, ELW + 2/46/1, HLF + 2/25/1, TLF (evtl + 2/30/1 2.DLK)), sowie 2RTW
Problematik der Leitung:
- Durch diese Änderung folgt zwangsweise eine Umstrukturierung der Leitungspositionen. Dabei werden viele (speziell die aktuellen Leitungen) auch durchaus Kritik äußern
- Mein Vorschlag, um das Problem zu lösen wäre, dass es bei der Berufsfeuerwehr eine Rettungsdienstliche und eine Feuerwehrtechnische Leitung gibt. Geführt wird das dann durch eine Geschäftsführung. Somit könnten auch die aktuellen Leitungspositionen ihren "Job" behalten.
- Natürlich werden die aktuellen NA-Leitungsmitglieder dann zwangsweise zur "UKF-Leitung", jedoch bleibt da der Aufgabenbereich ähnlich, wie zuvor, nur ohne die Bedienung der NFS und RS
Das erstmal dazu. Meine Meinung beruht auf der RP-Erfahrung als NotSan, Gruppenführer + Leitstellendisponent.
Mir fallen auch keine wirklichen Kontra-Punkt ein, deswegen würde mich jz die Meinung der Community, sowie des Teams dazu interessieren. Klar gibt es, wie oben angesprochen, dann hierarchische Probleme (es müssten ja neue Leitungen gebildet werden), aber da dort aktuell eh einige Lücken sind, wird auch hier eine Lösung nicht unmöglich sein.
Insgesamt würde das auch ein bisschen „Umschwung“ ins RP reinbringen.
Der Vorschlag dienst jetzt nicht dazu heute/morgen umgesetzt zu werden, sondern eher zukunftsperspektivisch das RP-Level zu steigern.
LG Achim